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KI-Sichtbarkeits-Check: Dürfen KI-Crawler Ihre Website lesen?

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Kurz erklärt

Der Check zeigt für 15 Crawler von OpenAI, Anthropic, Perplexity, Google, Microsoft, Apple, Meta und Common Crawl, ob Ihre robots.txt sie zulässt. Er prüft außerdem, ob Title, H1, strukturierte Daten und genug Text schon im HTML stehen. Alles läuft in Ihrem Browser, es wird nichts gespeichert oder gesendet.

Geben Sie die Adresse Ihrer Seite ein, fügen Sie robots.txt und Seitenquelltext ein und starten Sie die Prüfung. Das Ergebnis zeigt je Crawler, ob er die Seite lesen darf und welche Zeile Ihrer robots.txt das entscheidet.

1. Adresse der Seite, die Sie prüfen möchten

2. Inhalt Ihrer robots.txt einfügen

3. Seitenquelltext einfügen (empfohlen)

Was prüft der KI-Sichtbarkeits-Check?

Der Check beantwortet zwei Fragen: Lässt Ihre robots.txt die wichtigsten KI-Crawler zu, und steht der Inhalt Ihrer Seite so im HTML, dass ein Crawler ohne JavaScript ihn versteht? Zusätzlich erzeugt er Befehle, mit denen Sie selbst prüfen, ob Ihr Server die Crawler tatsächlich durchlässt.

PrüfpunktWas geprüft wirdWarum es zählt
robots.txt je CrawlerErlaubt oder gesperrt für den eingegebenen Pfad, mit der greifenden RegelGesperrte Such-Crawler können Ihre Seite nicht als Quelle nennen
Sitemap-ZeileOb die robots.txt auf eine XML-Sitemap verweistCrawler finden so alle Unterseiten
Fehler in der robots.txtUnbekannte Anweisungen, Regeln ohne User-agent, relative SitemapFehlerhafte Zeilen werden von Crawlern still ignoriert
Title und H1Vorhanden und im HTML, nicht erst per SkriptKernaussage der Seite
noindex und nosnippetMeta-Robots im QuelltextSchließt die Seite aus Google und AI Overviews aus
Strukturierte DatenJSON-LD vorhanden, gültig, welche TypenEindeutige Firmenangaben für Maschinen
Text ohne JavaScriptWörter im ausgelieferten HTMLViele KI-Crawler führen kein JavaScript aus

Warum muss ich robots.txt und Quelltext selbst einfügen?

Weil das Werkzeug ohne eigenen Server arbeitet. Ein Browser darf aus Sicherheitsgründen keine fremden Websites im Hintergrund abrufen und auslesen (Same-Origin-Policy). Ein Abruf wäre nur über einen Server möglich, der Ihre Adresse protokollieren könnte. Wir haben uns für die Variante entschieden, bei der Ihre Daten Ihren Rechner nicht verlassen.

Das Einfügen dauert weniger als eine Minute. Nach Eingabe der Adresse erscheint ein Link zu Ihrer robots.txt. Den Seitenquelltext öffnen Sie mit Strg+U (Mac: Wahl+Befehl+U). Wichtig ist der Seitenquelltext und nicht die Ansicht in den Entwicklertools: Nur der Quelltext zeigt, was der Server ausliefert, bevor JavaScript läuft. Genau das bekommt ein Crawler, der kein JavaScript ausführt.

Welche KI-Crawler gibt es und wofür sind sie da?

KI-Anbieter betreiben getrennte Crawler für drei Zwecke: für ihre Suche, für das Training ihrer Modelle und für Abrufe, die eine Person im Chat auslöst. Sie lassen sich in der robots.txt einzeln steuern. Wer in KI-Antworten als Quelle erscheinen will, darf vor allem die Such-Crawler nicht sperren.

CrawlerAnbieterZweck
GooglebotGoogleGoogle-Suche, auch AI Overviews und KI-Modus
BingbotMicrosoftBing-Suche, Grundlage von Microsoft Copilot
OAI-SearchBotOpenAISuche in ChatGPT
Claude-SearchBotAnthropicSuchergebnisse in Claude
PerplexityBotPerplexitySuchindex von Perplexity
ApplebotAppleSiri, Spotlight, Safari-Vorschläge
GPTBotOpenAIModelltraining
ClaudeBotAnthropicModelltraining
Google-ExtendedGoogleSteuerzeichen für Gemini-Training und -Grounding, kein eigener Crawler
Applebot-ExtendedAppleSteuerzeichen für das Training der Apple-Modelle
CCBotCommon CrawlOffener Webkorpus, den viele KI-Anbieter nutzen
meta-externalagentMetaTraining von Meta-KI-Modellen
ChatGPT-User, Claude-User, Perplexity-UserOpenAI, Anthropic, PerplexityAbruf auf Anfrage einer Person

Zwei Besonderheiten: Google-Extended zu sperren entfernt Ihre Seite weder aus der Google-Suche noch aus den AI Overviews. Und bei Abrufen, die eine Person auslöst, geben OpenAI und Perplexity an, dass die robots.txt dort nicht unbedingt gilt.

Wie wertet das Werkzeug die robots.txt aus?

Nach dem Standard RFC 9309, an den sich Google und die großen KI-Anbieter halten. Jeder Crawler folgt nur der Gruppe, die seinen Namen trägt, und nur ohne eigene Gruppe der Gruppe „User-agent: *“. Innerhalb der Gruppe gewinnt die längste passende Regel, bei Gleichstand gewinnt Allow.

Im Einzelnen:

  • Groß- und Kleinschreibung spielt beim Crawler-Namen keine Rolle, beim Pfad schon.
  • steht für beliebig viele Zeichen, $ für das Ende der Adresse. Disallow: /.pdf$ sperrt also alle PDF-Dateien.
  • Ein leeres Disallow: sperrt nichts.
  • Die robots.txt selbst ist immer abrufbar.
  • Mehrere Gruppen mit demselben Crawler-Namen werden zusammengeführt.

Ein häufiger Fehler zeigt sich dabei sofort: Wer einem Crawler eine eigene Gruppe gibt, etwa um ihn ausdrücklich zuzulassen, muss gesperrte Bereiche dort wiederholen. Die Regeln aus „User-agent: *“ gelten für ihn dann nicht mehr.

Woran erkenne ich, ob KI-Crawler den Inhalt ohne JavaScript lesen können?

Am Text im ausgelieferten HTML. Stehen dort weniger als etwa 150 Wörter, obwohl die Seite im Browser voller Text ist, lädt sie ihren Inhalt per JavaScript nach. Googlebot rendert JavaScript, die Crawler von OpenAI, Anthropic und Perplexity nach einer Auswertung von Vercel dagegen nicht.

Die Schwellen von 150 und 300 Wörtern sind Faustwerte von SaracAI und keine offiziellen Grenzen. Sie trennen zuverlässig zwischen Seiten, deren Text im HTML steht, und reinen Skript-Hüllen. Betroffen sind oft Websites aus Baukästen oder Single-Page-Apps ohne serverseitiges Rendern.

Was kann der Check nicht prüfen?

Er sieht nicht, ob ein KI-Assistent Ihre Website tatsächlich nennt, und er kann ohne Server nicht abfragen, welchen HTTP-Status Ihr Server einem Crawler liefert. Für den zweiten Punkt erzeugt das Werkzeug fertige curl-Befehle, die Sie selbst ausführen.

  • Serverseitige Sperren: Cloudflare, Firewalls und Sicherheits-Plugins können Crawler unabhängig von der robots.txt abweisen. Die curl-Befehle zeigen Sperren nach User-Agent. Sperren, die zusätzlich die IP-Adresse des echten Crawlers prüfen, sehen Sie nur in den Einstellungen oder Protokollen Ihres Anbieters.
  • Nennungen in KI-Antworten: Ob ChatGPT, Perplexity oder Copilot Sie zitieren, misst man mit einem festen Satz von Fragen, die man regelmäßig stellt, und mit der Herkunft der Besucher in der Webanalyse.
  • Einhaltung: Die robots.txt ist eine Bitte. Seriöse Anbieter halten sich daran, eine technische Sperre ist sie nicht.

Weitere technische SEO-Punkte zum selben Quelltext, etwa Canonical, Description und Bilder ohne Alternativtext, prüft der SEO-Schnellcheck. Eine passende robots.txt erzeugt der robots.txt-Generator für KI-Crawler.

### Quellen Die Angaben zu den Crawlern stammen aus der Dokumentation der Anbieter, die Auswertung folgt dem Standard der IETF.

Häufige Fragen

Ist der KI-Sichtbarkeits-Check kostenlos?

Ja. Der Check ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Werbung. Er läuft vollständig in Ihrem Browser.

Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?

Nein. robots.txt und Quelltext werden nur in Ihrem Browser ausgewertet. Die Seite setzt keine Tracking-Werkzeuge ein und sendet die Eingaben an keinen Server.

Sollte ich GPTBot und andere Trainings-Crawler sperren?

Das ist eine Abwägung. Wer möchte, dass KI-Modelle die eigene Marke und das eigene Angebot kennen, lässt Trainings-Crawler zu. Wer Inhalte nicht für Modelltraining hergeben will, sperrt sie und bleibt über die Such-Crawler trotzdem in KI-Antworten mit Quellenangabe auffindbar.

Reicht es, KI-Crawler zuzulassen, um in ChatGPT genannt zu werden?

Nein. Zulassen ist die Voraussetzung, nicht der Grund für eine Nennung. KI-Assistenten zitieren Seiten, die eine Frage klar beantworten, im Suchindex gut stehen und auf anderen Websites erwähnt werden.

Was bedeutet 403 bei den curl-Befehlen?

403 heißt „verboten“: Der Server oder ein vorgeschalteter Dienst lehnt Anfragen mit diesem User-Agent ab, unabhängig von der robots.txt. Häufige Ursache ist eine Bot-Sperre in Cloudflare oder in einem Sicherheits-Plugin.

Blockiert Cloudflare KI-Bots?

Häufig ja, per Voreinstellung. Ob die eigene Website betroffen ist, lässt sich mit einem Abruf unter dem User-Agent des jeweiligen Bots prüfen.