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Ratgeber

Strukturierte Daten (Schema.org) für Firmenwebsites

Stand: Veröffentlicht: Lesezeit: 6 Min.

Kurz erklärt

Strukturierte Daten beschreiben Unternehmen, Seiten und Artikel in einer Form, die Suchmaschinen eindeutig lesen können. Für eine Firmenwebsite reichen meist Organization oder LocalBusiness, Article und BreadcrumbList. FAQ-Rich-Results zeigt Google seit Mai 2026 nicht mehr an, und für alle Typen gilt, dass nur ausgezeichnet werden darf, was auch sichtbar auf der Seite steht.

Strukturierte Daten sind eine maschinenlesbare Beschreibung dessen, was auf einer Seite steht: Wer betreibt die Website, wo sitzt das Unternehmen, wann wurde ein Artikel veröffentlicht, wo liegt die Seite in der Navigation. Grundlage ist das Vokabular von Schema.org. Dieser Ratgeber zeigt, welche Typen eine Firmenwebsite wirklich braucht und was sich bei Google 2026 geändert hat (Stand Oktober 2026).

Welche strukturierten Daten braucht eine Firmenwebsite?

Für die meisten Firmenwebsites genügen vier Typen: Organization oder LocalBusiness für das Unternehmen, Article für Ratgeber und News und BreadcrumbList für die Navigation. Alles Weitere hängt vom Angebot ab, etwa Product für Shops oder Event für Veranstaltungen.

TypWofürWo einbauen
OrganizationName, Logo, Website, Kontakt und Profile des UnternehmensStartseite oder Seite „Über uns“
LocalBusinessAdresse, Öffnungszeiten und Telefon eines StandortsStartseite oder Standortseite
ArticleÜberschrift, Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatumjeder Ratgeber- oder News-Artikel
BreadcrumbListPfad der Seite in der Website-Strukturjede Unterseite
FAQPageFragen und Antwortennur noch optional, siehe unten

Grundsätzlich gilt laut Googles allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten: Auszeichnen dürfen Sie nur Inhalte, die Besucher auch sehen können. Google empfiehlt das Format JSON-LD und garantiert nicht, dass korrekte Daten zu einer besonderen Darstellung führen.

Was gehört in das Organization-Schema?

Das Organization-Schema hilft Google, Ihr Unternehmen eindeutig zu erkennen und von Firmen mit ähnlichem Namen zu unterscheiden. Pflichtangaben gibt es keine, Google empfiehlt so viele zutreffende Eigenschaften wie möglich.

Nach der Google-Dokumentation zu Organization sind diese Angaben besonders nützlich:

  • name und gegebenenfalls legalName: der Name, wie er auch im Impressum steht
  • url: die Adresse der Website
  • logo: mindestens 112 × 112 Pixel, für Google abrufbar
  • sameAs: Links zu Profilen auf anderen Websites, etwa LinkedIn oder ein Branchenverzeichnis
  • address, telephone, email: Kontaktdaten, identisch mit Impressum und Unternehmensprofil
  • vatID oder taxID: sofern auch auf der Website angegeben

Das Schema muss nicht auf jeder Seite stehen. Google nennt die Startseite oder eine Seite, die das Unternehmen beschreibt. Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten ist vor allem wichtig, dass Name, Adresse und Kontaktdaten überall gleich lauten: auf der Website, im Impressum, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen. Mehr dazu im Ratgeber Google-Unternehmensprofil erstellen und pflegen.

Wann brauche ich LocalBusiness statt Organization?

LocalBusiness ist ein Untertyp von Organization für Unternehmen mit einem Standort, den Kunden besuchen oder von dem aus sie bedient werden. Wer Laufkundschaft hat oder in einer Region arbeitet, sollte LocalBusiness oder einen noch genaueren Untertyp wählen.

Laut Google-Dokumentation zu LocalBusiness sind name und address Pflicht. Empfohlen werden unter anderem:

  • openingHoursSpecification: Öffnungszeiten, auch für einzelne Tage oder Abteilungen
  • geo: Koordinaten mit mindestens fünf Nachkommastellen
  • telephone: Hauptnummer mit Länder- und Vorwahl
  • url: die Adresse der Standortseite

Google empfiehlt generell, den genauesten passenden Untertyp zu verwenden. Schema.org kennt zum Beispiel eigene Typen wie AccountingService für Buchhaltungsdienste, Electrician für Elektrobetriebe oder Physician für Arztpraxen. Haben Sie mehrere Standorte, bekommt jede Standortseite ihr eigenes LocalBusiness-Markup.

Was bringt das Article-Schema für Ratgeber?

Das Article-Schema teilt Google Überschrift, Autor, Bilder und Datum eines Artikels mit. Das hilft, den Text richtig einzuordnen und das passende Datum anzuzeigen. Auch hier gibt es keine Pflichtfelder.

Die Google-Dokumentation zu Article empfiehlt diese Eigenschaften:

  • headline: der Titel des Artikels, möglichst knapp
  • image: aussagekräftige Bilder, keine Logos, idealerweise in den Seitenverhältnissen 16:9, 4:3 und 1:1
  • datePublished und dateModified: im ISO-8601-Format mit Zeitzone
  • author: eine Person oder Organisation, bei mehreren Autoren jeder einzeln

Ein wichtiger Punkt für KI-Sichtbarkeit: Das Änderungsdatum sollte nur steigen, wenn sich der Inhalt tatsächlich geändert hat. Ein sichtbares „Stand“-Datum und ein dazu passendes dateModified zeigen Lesern und Systemen, wie aktuell eine Information ist.

Wie funktioniert BreadcrumbList?

BreadcrumbList beschreibt den Pfad einer Seite, also zum Beispiel Startseite, Ratgeber, Kategorie, Artikel. Google kann diesen Pfad statt der Adresse im Suchergebnis anzeigen.

Jeder Schritt ist ein ListItem mit position, name und item (der Adresse). Der letzte Schritt, die aktuelle Seite, braucht laut Google-Dokumentation zu Breadcrumbs keine Adresse. Sinnvoll ist das Markup vor allem dann, wenn die Brotkrumen-Navigation auch sichtbar auf der Seite steht.

Was ist mit FAQPage und den FAQ-Rich-Results passiert?

Google zeigt FAQ-Rich-Results seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an. Schon im August 2023 hatte Google die aufklappbaren FAQ-Ergebnisse auf bekannte, maßgebliche Websites von Behörden und Gesundheitsanbietern beschränkt. Für Firmenwebsites gab es sie also schon seit 2023 praktisch nicht mehr.

Die Schritte im Überblick:

DatumÄnderung
August 2023FAQ-Rich-Results nur noch für bekannte Behörden- und Gesundheitswebsites (Google Search Central Blog)
8. Mai 2026Hinweis in der Dokumentation, dass die Funktion ab 7. Mai 2026 nicht mehr in der Google-Suche erscheint
Juni 2026Dokumentation zu FAQ-Rich-Results entfernt

Quelle der beiden letzten Zeilen ist das Änderungsprotokoll der Google-Search-Dokumentation.

Was heißt das praktisch? Vorhandenes FAQPage-Markup schadet nicht, solange es nur sichtbare Fragen und Antworten wiedergibt. Neues Markup bringt bei Google aber keine besondere Darstellung mehr. Der eigentliche Wert liegt im sichtbaren Inhalt: Fragen als Zwischenüberschriften mit einer kurzen, direkten Antwort darunter. Dieses Muster hilft Lesern und macht Inhalte für KI-Assistenten leicht zitierbar, wie der Ratgeber In ChatGPT gefunden werden erklärt.

Wie baue ich strukturierte Daten technisch ein?

Am einfachsten als JSON-LD-Block im Kopf oder am Ende des HTML, der aus denselben Daten erzeugt wird wie der sichtbare Text. So können Markup und Seite nicht auseinanderlaufen.

Je nach System gibt es unterschiedliche Wege:

  • WordPress: SEO-Plugins erzeugen Organization, Article und BreadcrumbList meist automatisch. Prüfen Sie trotzdem, ob Name, Logo und Adresse richtig hinterlegt sind.
  • Baukästen: Viele Anbieter erzeugen Grunddaten selbst, eigene Ergänzungen sind oft nur eingeschränkt möglich.
  • Eigene oder statische Websites: Das Markup wird beim Erzeugen der Seiten mitgeschrieben, idealerweise aus einer zentralen Datei mit den Firmendaten.

Wichtig ist in jedem Fall, dass es nur eine Quelle für Firmendaten gibt. Wer Adresse oder Telefonnummer an drei Stellen von Hand pflegt, hat früher oder später Widersprüche.

Wie prüfe ich meine strukturierten Daten?

Mit zwei kostenlosen Werkzeugen: dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google und dem Schema Markup Validator. Der erste zeigt, was Google davon nutzen kann, der zweite prüft das Markup allgemein gegen Schema.org.

Typische Fehler, die dabei auffallen:

  • Unsichtbare Angaben: Bewertungen, Preise oder Öffnungszeiten stehen nur im Markup, nicht auf der Seite.
  • Widersprüche: Adresse oder Telefonnummer im Markup weichen vom Impressum ab.
  • Werbeaussagen im Markup: Behauptungen, die nicht belegt sind, werden durch strukturierte Daten nicht glaubwürdiger, sondern maschinell weiterverbreitet.
  • Veraltete Daten: dateModified wird automatisch hochgezählt, obwohl sich nichts geändert hat.

Nach dem Test sollten Sie in der Google Search Console mit der URL-Prüfung kontrollieren, ob Google die Seite abrufen kann.

Helfen strukturierte Daten auch bei ChatGPT und anderen KI-Assistenten?

Ein direkter Effekt auf ChatGPT ist nicht belegt. Für Google sind strukturierte Daten nützlich und mit wenig Aufwand umzusetzen, und Google betont auch für AI Overviews, dass die Daten zum sichtbaren Text passen sollen.

Laut Google-Dokumentation zu KI-Funktionen braucht es für AI Overviews und AI Mode kein spezielles Schema.org-Markup. Wie Inhalte in diese Antworten gelangen, erklärt der Ratgeber Google AI Overviews. Wenn Sie strukturierte Daten für Ihre Website einrichten lassen möchten, gehört das bei uns zur SEO-Optimierung.

Häufige Fragen

Brauche ich für AI Overviews spezielle strukturierte Daten?

Nein. Google schreibt in seiner Dokumentation zu KI-Funktionen, dass es kein spezielles Schema.org-Markup gibt, das man für AI Overviews oder AI Mode hinzufügen muss. Die strukturierten Daten sollen aber zum sichtbaren Text passen.

Soll ich FAQPage-Markup jetzt entfernen?

Das ist nicht nötig. Google zeigt FAQ-Rich-Results seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an, das Markup schadet aber nicht, solange Fragen und Antworten sichtbar auf der Seite stehen. Ein Nutzen für andere Dienste ist nicht belegt, neues FAQ-Markup hat deshalb keine Priorität.

Welches Format sollte ich verwenden?

Google empfiehlt JSON-LD. Das ist ein Skriptblock im HTML, der unabhängig vom sichtbaren Layout gepflegt werden kann. Microdata und RDFa werden ebenfalls unterstützt.

Garantieren strukturierte Daten ein Rich Result?

Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass korrekte strukturierte Daten keine Garantie für eine besondere Darstellung in den Suchergebnissen sind.

Helfen strukturierte Daten (Schema.org) bei ChatGPT?

Für ChatGPT ist kein Effekt belegt; für Google sind strukturierte Daten nützlich und günstig umzusetzen. Wichtige Angaben müssen zusätzlich im sichtbaren Text stehen.