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Ratgeber

Google-Unternehmensprofil erstellen, bestätigen und pflegen

Stand: Veröffentlicht: Lesezeit: 6 Min.

Kurz erklärt

Ein Google-Unternehmensprofil legen Sie kostenlos unter business.google.com an; sichtbar wird es erst nach der Bestätigung. Welche Bestätigungsmethode möglich ist (Telefon, SMS, E-Mail, Video, Videoanruf, Post), legt Google fest. Für die lokale Suche zählen laut Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit, ein besseres Ranking lässt sich nicht kaufen.

Wer in Google Maps oder in der lokalen Suche erscheinen will, braucht ein Google-Unternehmensprofil. Früher hieß es „Google My Business“, heute heißt es offiziell Unternehmensprofil. Die Einrichtung ist kostenlos und in einer Stunde erledigt, die Bestätigung kann einige Tage dauern. Diese Anleitung folgt der Google-Hilfe und verlinkt jeweils den passenden Artikel, damit Sie bei Änderungen direkt an der Quelle nachlesen können.

Wie erstelle ich ein Google-Unternehmensprofil?

Sie melden sich mit einem Google-Konto unter business.google.com/create an, geben den Firmennamen ein, wählen eine Kategorie und beantworten, ob Kunden Sie vor Ort besuchen können. Danach folgen Einzugsgebiet, Telefonnummer, Website und die Bestätigung.

Google beschreibt den Ablauf in der Hilfe Für ein Unternehmensprofil registrieren. Für ein neues Google-Konto empfiehlt Google eine E-Mail-Adresse mit der eigenen Firmendomain. Wird Ihr Unternehmen bei der Suche bereits vorgeschlagen und hat jemand anderes es schon bestätigt, können Sie die Inhaberschaft beantragen, statt ein zweites Profil anzulegen.

Die Schritte im Überblick

  1. Mit einem Google-Konto anmelden, idealerweise mit einer Firmen-E-Mail-Adresse.
  2. business.google.com/create öffnen.
  3. Firmennamen genau so eingeben, wie er auch auf Schild und Website steht.
  4. Primäre Kategorie suchen und auswählen.
  5. Angeben, ob es einen Standort gibt, den Kunden besuchen können.
  6. Bei Bedarf ein Einzugsgebiet festlegen (bis zu 20 Gebiete, z. B. Städte oder Postleitzahlen).
  7. Telefonnummer und Website eintragen.
  8. Eine Bestätigungsmethode wählen und die Bestätigung abschließen.

### Standort oder Einzugsgebiet? Mit „Ja“ antworten Unternehmen, in denen Mitarbeitende Kunden während der Öffnungszeiten vor Ort bedienen, etwa Läden, Praxen oder Kanzleien. Wer zu den Kunden fährt, etwa im Handwerk, wählt „Nein“ und legt ein Einzugsgebiet fest. Laut der Hilfe zu Einzugsgebieten sind bis zu 20 Gebiete erlaubt, ein Radius ist nicht möglich, und das Gebiet sollte nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort reichen. Empfangen Sie unter der Geschäftsadresse keine Kunden, entfernen Sie die Adresse aus dem Profil.

Wie bestätige ich mein Unternehmensprofil?

Nach dem Anlegen wählen Sie eine der Methoden, die Google Ihnen anbietet: Telefon, SMS, E-Mail, Video, Live-Videoanruf oder Postkarte. Welche Methoden verfügbar sind, entscheidet Google automatisch, und das lässt sich nicht ändern.

So steht es in der Hilfe Unternehmen bei Google bestätigen: „Die möglichen Bestätigungsmethoden werden automatisch von Google ermittelt und können nicht geändert werden.“ Die Auswahl hängt unter anderem von Unternehmensart, öffentlich verfügbaren Informationen, Region und Öffnungszeiten ab. Die Prüfung dauert laut Google meist bis zu fünf Arbeitstage.

Bestätigungsmethoden laut Google

MethodeAblaufHinweis
Telefon oder SMSCode an die GeschäftsnummerSie müssen den Anruf annehmen oder die SMS empfangen können
E-MailAnleitung an eine angezeigte Adressenur, wenn Google sie anbietet
VideoAufnahme über die App auf dem SmartphoneDetails siehe unten
Live-VideoanrufMitarbeiter von Google führt durch das Gesprächnur zu Ihren Öffnungszeiten, nicht für alle Unternehmen
PostPostkarte mit fünfstelligem CodeCode gilt 30 Tage, Karte kommt meist innerhalb von 14 Tagen

### So gelingt die Videobestätigung Die Videobestätigung ist inzwischen häufig. Laut der Hilfe Unternehmen per Video bestätigen gilt:

  • Das Video wird live über die App aufgenommen, vorab gedrehte Videos sind nicht zulässig.
  • Es muss eine durchgehende, ungeschnittene Aufnahme von mindestens 30 Sekunden sein.
  • Standort zeigen: Straßenschilder, Hausnummer, benachbarte Geschäfte oder markante Punkte.
  • Unternehmen zeigen: bei Ladengeschäften Außenansicht und ein fest angebrachtes Schild mit dem Firmennamen; ohne festen Standort zum Beispiel Werkzeug, Fahrzeug mit Beschriftung oder Arbeitskleidung.
  • Verfügungsgewalt zeigen: etwa die Räume aufschließen, Kasse öffnen, in Lager oder Küche gehen; ohne festen Standort zum Beispiel das beschriftete Fahrzeug aufschließen oder ein Geschäftsdokument mit passendem Namen zeigen.
  • Nicht zeigen: Konto-, Steuer- oder Ausweisnummern, private Daten und Gesichter anderer Personen.

Wird das Video abgelehnt, nennt Google die Gründe. Sie nehmen dann ein neues Video auf, das alles aus dem ersten Video und zusätzlich die fehlenden Punkte enthält. Planen Sie die Aufnahme vorher kurz durch, dann reicht meist ein Versuch.

Welche Kategorie sollte ich wählen?

Wählen Sie als primäre Kategorie die spezifischste, die Ihr Unternehmen als Ganzes beschreibt, also „Nagelstudio“ statt „Studio“. Zusätzliche Kategorien nur für echte Abteilungen oder Schwerpunkte, nicht für jedes einzelne Produkt.

So empfiehlt es Google in der Hilfe Unternehmenskategorie verwalten. Eigene Kategorien lassen sich nicht anlegen; passt keine genau, nehmen Sie die nächstallgemeinere. Die primäre Kategorie beeinflusst laut Google das Ranking in der lokalen Suche. Die Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen raten zudem, so wenige Kategorien wie möglich zu verwenden.

Welche Angaben gehören ins Profil?

Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten, Kategorie, Beschreibung und Fotos. Alle Angaben sollten mit Website, Impressum und anderen Verzeichnissen übereinstimmen.

### Häufige Fehler, die Google-Richtlinien verletzen Die Richtlinien sind hier eindeutig:

  • Name mit Zusätzen: Slogans, Suchbegriffe, Ortsangaben oder Telefonnummern gehören nicht in den Namen. Der Name muss dem entsprechen, der auch auf Schild und Website steht.
  • Falsche Adresse: Postfächer und virtuelle Büros sind nicht zulässig. Coworking-Flächen nur, wenn sie beschildert und zu den Öffnungszeiten besetzt sind.
  • Doppelte Profile: Pro Unternehmen und Standort nur ein Profil. Mehrere Profile können laut Google sogar zur Sperrung führen.
  • Werbung in der Beschreibung: Angebote, Sonderpreise und Links sind in der Beschreibung nicht erlaubt.

Wie verbessere ich mein Ranking in der lokalen Suche?

Laut Google zählen drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige Angaben, eine Bestätigung, aktuelle Öffnungszeiten, Fotos und Antworten auf Rezensionen helfen; bezahlen lässt sich ein besseres Ranking nicht.

In der Hilfe Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern heißt es: „Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.“ Bekanntheit ergibt sich laut Google unter anderem aus Links zur Website sowie aus Zahl und Bewertung der Rezensionen. Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen, Relevanz und Bekanntheit schon.

Pflege im Alltag

  • Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten (Feiertage, Urlaub) aktuell halten.
  • Neue Fotos von Räumen, Team, Arbeiten oder Produkten hochladen.
  • Auf Rezensionen antworten, auch auf kritische, sachlich und ohne Kundendaten.
  • Firmendaten auf Website, Impressum und Verzeichnissen gleich halten.
  • Das Profil auf der eigenen Website verlinken und dort dieselben Angaben nennen.

Wie gehe ich mit Bewertungen richtig um?

Bitten Sie echte Kunden um eine ehrliche Bewertung, ohne Gegenleistung und ohne nur zufriedene Kunden anzusprechen. Gekaufte, belohnte oder von Mitarbeitern verfasste Bewertungen verbietet Google, und gefälschte Bewertungen sind auch nach deutschem Wettbewerbsrecht unzulässig.

Die Google-Richtlinien für Maps-Inhalte verbieten bezahlte Rezensionen, Rezensionen gegen Rabatte oder Geschenke, Rezensionen mit Interessenkonflikt, etwa von aktuellen oder früheren Beschäftigten, sowie das gezielte Abfangen negativer Bewertungen. Im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb nennt der Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG unter Nr. 23c die Übermittlung oder Beauftragung gefälschter Verbraucherbewertungen als stets unzulässig. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Was tun, wenn das Profil nicht erscheint?

Meist ist es noch nicht bestätigt, die Angaben verstoßen gegen eine Richtlinie oder das Profil ist für die Suchanfrage nicht relevant genug. Ursachen und Lösungen stehen ausführlich im Ratgeber Google-Unternehmensprofil nicht sichtbar.

Ein gepflegtes Profil ist außerdem eine Quelle, aus der KI-Assistenten Firmendaten übernehmen können, weil sie auf Suchindizes zugreifen; der Ratgeber Woher KI ihre Quellen nimmt erklärt die Zusammenhänge. Wer Profil, Website und lokale Inhalte gemeinsam aufbauen will, findet unter SEO und KI-Sichtbarkeit das Vorgehen von SaracAI.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich ein Google-Unternehmensprofil?

Mit einem Google-Konto unter business.google.com/create den Firmennamen eingeben, eine Kategorie wählen, angeben, ob Kunden einen Standort besuchen können, Einzugsgebiet, Telefonnummer und Website ergänzen und anschließend die Bestätigung starten. Erst nach der Bestätigung ist das Profil öffentlich sichtbar.

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Das Profil selbst ist bei Google kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Anzeigen schalten oder jemanden mit Einrichtung und Pflege beauftragen. Ein besseres Ranking in der lokalen Suche lässt sich laut Google auch gegen Bezahlung nicht erreichen.

Wie funktioniert die Videobestätigung?

Sie nehmen über die App auf dem Smartphone ein durchgehendes, ungeschnittenes Video von mindestens 30 Sekunden live auf. Es muss den Standort, das Unternehmen und Ihre Verfügungsgewalt zeigen, etwa das Aufschließen der Räume. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage.

Darf ich Bewertungen kaufen oder von Mitarbeitern schreiben lassen?

Nein. Google verbietet bezahlte und durch Anreize beeinflusste Rezensionen sowie Rezensionen mit Interessenkonflikt, etwa von Beschäftigten, und entfernt sie. Gefälschte Verbraucherbewertungen sind zudem nach dem UWG unzulässig. Erlaubt ist, echte Kunden ohne Gegenleistung um eine ehrliche Bewertung zu bitten.

Kann ich ohne Ladengeschäft ein Unternehmensprofil anlegen?

Ja, als Unternehmen ohne festen Standort mit Einzugsgebiet, etwa im Handwerk. Die Geschäftsadresse wird dann nicht angezeigt. Reine Onlineunternehmen ohne persönlichen Kundenkontakt können laut Google kein Profil bestätigen.

Wie erstelle ich ein Google-Unternehmensprofil?

Das Profil wird über die Google-Unternehmensprofil-Verwaltung angelegt: Unternehmensname, Kategorie, Adresse oder Servicegebiet und Kontaktdaten eingeben und das Unternehmen anschließend bestätigen, etwa per Code, Anruf oder Video. Die Angaben müssen mit der Realität übereinstimmen. Quellen: Profil hinzufügen, Unternehmen bestätigen.