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Ratgeber

Google AI Overviews und KI-Modus, was sie für Websites bedeuten

Stand: Veröffentlicht: Lesezeit: 6 Min.

Kurz erklärt

AI Overviews (deutsch „Übersicht mit KI“) gibt es in Deutschland seit März 2025, den KI-Modus seit Oktober 2025. Laut Google braucht eine Seite dafür keine Sonderoptimierung, sie muss indexiert und mit Snippet anzeigbar sein. Steuern lässt sich die Anzeige über nosnippet, max-snippet, noindex und seit August 2026 über eine eigene Einstellung in der Search Console.

Bei vielen Suchanfragen zeigt Google inzwischen oberhalb der klassischen Treffer eine von KI formulierte Antwort. Für Website-Betreiber stellt sich damit die Frage, wie man dort als Quelle auftaucht und ob man das überhaupt will. Dieser Ratgeber fasst zusammen, was Google selbst dazu dokumentiert hat, und trennt das von Vermutungen aus der Branche.

Was ist eine AI Overview?

Eine AI Overview ist eine von Googles KI erstellte Kurzantwort, die über den normalen Suchergebnissen erscheint und Links zu den Websites enthält, aus denen sie zusammengestellt wurde. Auf Deutsch heißt die Funktion „Übersicht mit KI“. Sie erscheint nur, wenn Googles Systeme sie für hilfreicher halten als die klassische Ergebnisliste allein.

Google beschreibt in der Dokumentation AI features and your website, dass AI Overviews bei vielen Anfragen gar nicht ausgelöst werden. Wenn sie erscheinen, nutzen sie eine Technik, die Google „query fan-out“ nennt: Das System stellt im Hintergrund mehrere verwandte Suchen zu Unterthemen und Datenquellen und kann dadurch eine breitere Auswahl an Links zeigen als die klassische Suche.

AI Overview und KI-Modus im Vergleich

MerkmalÜbersicht mit KI (AI Overviews)KI-Modus (AI Mode)
Ortoberhalb der normalen Treffereigener Bereich, z. B. als Tab in der Suche
Auslösernur bei passenden AnfragenNutzer wählt den Modus selbst
Nutzungeinzelne Fragelängere Fragen und Rückfragen im Dialog
Datenbasisnormaler Google-Indexnormaler Google-Index

Seit wann gibt es AI Overviews und den KI-Modus in Deutschland?

Die Übersicht mit KI startete in Deutschland am 26. März 2025, zunächst für angemeldete Nutzer ab 18 Jahren, auf Deutsch und Englisch. Der KI-Modus folgte am 8. Oktober 2025 für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Beide Daten stammen aus Googles deutschem Blog: Übersicht mit KI startet in Deutschland und weiteren Ländern vom 26. März 2025 und Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz vom 8. Oktober 2025. Laut dem zweiten Beitrag ist der KI-Modus über die Google-Startseite, als Tab auf der Ergebnisseite und in der Google-App für Android und iOS erreichbar. Er ist für komplexe Fragen mit mehreren Teilen gedacht und nimmt Text, Sprache und Bilder entgegen.

Für Unternehmen heißt das: Ein Teil der Suchenden liest die Antwort direkt bei Google und klickt nur noch, wenn die verlinkte Quelle mehr verspricht als die Zusammenfassung. Wer als Quelle verlinkt wird, bleibt sichtbar. Wer nicht verlinkt wird, verliert unter Umständen Aufmerksamkeit, auch wenn die klassische Position unverändert ist.

Wie kommt eine Website in AI Overviews?

Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen: Eine Seite muss indexiert sein und in der Suche mit einem Snippet angezeigt werden dürfen. Spezielle Optimierungen, eigene KI-Dateien oder besonderes Markup sind nach Googles Aussage nicht nötig.

Wörtlich heißt es in der Google-Dokumentation, es gebe „no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary“. Der neuere Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen (Stand Juli 2026) ergänzt eine Voraussetzung: Die Website muss in der Search Console für generative KI-Funktionen zugelassen sein. Das ist die Standardeinstellung, solange niemand sie ändert.

### Was in der Praxis zählt Google nennt dieselben Grundlagen wie für die normale Suche:

  • Crawling zulassen: Googlebot darf die Seite in der robots.txt nicht ausgesperrt bekommen. Wie man KI-Crawler gezielt steuert, erklärt der Ratgeber zu KI-Crawlern und robots.txt.
  • Interne Links: Wichtige Seiten müssen über normale Links erreichbar sein.
  • Inhalte als Text: Kernaussagen gehören in den sichtbaren Text, nicht nur in Bilder oder Skripte.
  • Gute Seitenerfahrung: schnelle, mobil nutzbare Seiten ohne störende Elemente.
  • Strukturierte Daten passend zum Text: Sie sind für AI Overviews nicht erforderlich, müssen aber, wenn vorhanden, mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen. Mehr dazu im Ratgeber zu strukturierten Daten.

Darüber hinaus gilt, was für jede gute Antwortseite gilt: eine klare Frage als Überschrift, direkt darunter eine kurze Antwort, danach Details mit Quellen. Dass KI-Systeme solche Seiten bevorzugt zitieren, legen Studien zu GEO nahe; eine Zusage von Google gibt es dafür nicht. Der Ratgeber Was ist GEO? ordnet die Studienlage ein.

Brauche ich eine llms.txt oder spezielles Schema?

Nein. Google sagt ausdrücklich, dass für die Google-Suche weder neue maschinenlesbare Dateien noch KI-Textdateien oder besonderes Schema.org-Markup nötig sind. Eine llms.txt wird von der Google-Suche nicht genutzt.

Im Optimierungsleitfaden schreibt Google zur llms.txt, sie werde „neither harm nor help“, also weder schaden noch nützen. Für andere Dienste kann sie optional sein. Hintergründe stehen im Ratgeber zur llms.txt. Strukturierte Daten empfiehlt Google weiterhin, aber für Rich Results in der normalen Suche, nicht als Eintrittskarte für die KI-Antwort.

Wie kann ich steuern, was Google in AI Overviews zeigt?

Für einzelne Seiten und Textstellen gelten die bekannten Snippet-Regeln: nosnippet, data-nosnippet, max-snippet und noindex. Für die ganze Website gibt es seit dem 31. August 2026 weltweit eine eigene Einstellung in der Search Console, mit der man AI Overviews, KI-Modus und KI-Funktionen in Discover ausschließen kann.

Die Steuerungsmöglichkeiten im Überblick

MittelWirkung
nosnippet (Meta-Tag)kein Snippet aus dieser Seite, auch nicht in KI-Funktionen
data-nosnippet (HTML-Attribut)einzelne Textstellen werden nicht als Snippet verwendet
max-snippet:[Zahl]begrenzt die Länge des verwendeten Textausschnitts
noindexSeite erscheint gar nicht in der Google-Suche
Search Console, Einstellung „Search generative AI“ganze Property aus AI Overviews, KI-Modus und Discover-KI ausschließen

Die Search-Console-Einstellung beschreibt Google in der Hilfe Search generative AI control. Zur Wahl stehen „Include“ (Standard), „Exclude“ und bei Unter-Properties „Inherit control from parent“. Wer ausschließt, bekommt aus diesen Funktionen keine Zugriffe und Impressionen mehr. Laut Google wirkt die Einstellung nicht als Ranking-Signal für andere Teile der Suche. Sie greift in der Regel nach ein bis zwei Tagen, einzelne Inhalte können wegen Zwischenspeichern länger brauchen. Erstmals angekündigt hatte Google die Funktion am 3. Juni 2026 als Test in Großbritannien (Google-Blog).

### Was die Einstellung nicht regelt Die Search-Console-Einstellung betrifft nur die Anzeige in der Suche, nicht das Training von KI-Modellen. Dafür verweist Google auf den Robots-Token Google-Extended. Wer Inhalte komplett aus der Google-Suche heraushalten will, braucht weiterhin noindex.

Lohnt es sich, AI Overviews auszuschließen?

Für die meisten Unternehmen nicht. Wer ausschließt, verschwindet aus den KI-Antworten, während Wettbewerber dort als Quelle verlinkt bleiben; die klassischen Treffer bleiben laut Google unberührt.

Sinnvoll kann ein Ausschluss für Anbieter sein, deren Geschäftsmodell davon lebt, dass Leser den vollständigen Text auf der eigenen Seite lesen, etwa bei Bezahlinhalten. Für Dienstleister, Handwerk oder Beratung ist eine Nennung als Quelle in der Regel erwünscht, weil sie den Namen sichtbar macht. Eine Entscheidung gegen KI-Funktionen sollte deshalb bewusst fallen und nicht durch eine vergessene Einstellung oder einen zu strengen nosnippet-Eintrag.

Wie messe ich Zugriffe aus AI Overviews?

Zugriffe aus KI-Funktionen zählt Google in der Search Console im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit. Zusätzlich gibt es seit 2026 einen eigenen Bericht zur Leistung in generativen KI-Funktionen.

Dieser Bericht zeigt Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und Daten, aber keine Klicks. Ist die Website über die Einstellung ausgeschlossen, kann der Bericht leer bleiben. Für einen Gesamtblick lohnt sich ein fester Satz Testfragen, die man regelmäßig in Google, ChatGPT, Perplexity und Copilot stellt. Wie das geht, beschreibt der Ratgeber KI-Sichtbarkeit prüfen.

Was sollten Unternehmen jetzt tun?

Zuerst prüfen, ob die Grundlagen stimmen: Seiten indexiert, kein versehentliches nosnippet, Search-Console-Einstellung auf „Include“. Danach Inhalte so aufbauen, dass sie konkrete Fragen direkt und belegt beantworten.

  1. In der Search Console unter Einstellungen den Punkt „Search generative AI“ ansehen.
  2. Mit der URL-Prüfung testen, ob wichtige Seiten indexiert sind und kein nosnippet tragen.
  3. Wichtige Fragen der Zielgruppe sammeln und je Frage eine klare Antwortseite anlegen.
  4. Firmendaten überall gleich halten, damit Google das Unternehmen eindeutig zuordnen kann.
  5. Den KI-Bericht in der Search Console monatlich ansehen.

Woher die anderen KI-Assistenten ihre Quellen beziehen, zeigt der Ratgeber Woher KI ihre Quellen nimmt. Wer Unterstützung bei Technik und Inhalten sucht, findet unter SEO und KI-Sichtbarkeit das Vorgehen von SaracAI. Eine Platzierung in AI Overviews kann dabei niemand zusagen, weil Google allein entscheidet, welche Quellen es verlinkt.

Häufige Fragen

Was ist AI Overview auf Deutsch?

In der deutschen Google-Suche heißt die Funktion „Übersicht mit KI“. Gemeint ist eine von KI erstellte Zusammenfassung oberhalb der normalen Suchergebnisse, die Links zu den verwendeten Websites enthält.

Kann man AI Overviews für die eigene Website abschalten?

Ja. In der Search Console gibt es unter Einstellungen den Punkt „Search generative AI“, mit dem eine Website von AI Overviews, KI-Modus und KI-Funktionen in Discover ausgeschlossen werden kann. Laut Google ist die Einstellung seit dem 31. August 2026 weltweit verfügbar. Einzelne Textstellen lassen sich mit data-nosnippet ausnehmen.

Brauche ich eine llms.txt oder spezielles Schema für AI Overviews?

Nein. Google schreibt in seinem Leitfaden zu generativen KI-Funktionen, dass weder neue maschinenlesbare Dateien noch KI-Textdateien oder besonderes Schema.org-Markup nötig sind. Eine llms.txt schadet und nützt in der Google-Suche laut Google nicht.

Wo sehe ich, ob meine Seite in AI Overviews erscheint?

Klicks und Impressionen aus KI-Funktionen zählt Google im Leistungsbericht der Search Console unter dem Suchtyp „Web“ mit. Zusätzlich gibt es einen eigenen Bericht zur Leistung in generativen KI-Funktionen, der Impressionen, Seiten und Länder zeigt, aber keine Klicks.

Wie kommen Websites in Google AI Overviews?

AI Overviews und Gemini nutzen den normalen Google-Index; spezielle Maßnahmen darüber hinaus sind nicht nötig. In der Search Console gibt es seit dem 31.08.2026 die Einstellung „Search generative AI“.