Ratgeber
Was kostet es, eine Firmenwebsite erstellen zu lassen?
Kurz erklärt
Der Preis einer Website ergibt sich aus wenigen Bausteinen: Umfang, Texte und Bilder, Technik, Funktionen und Pflege. Zu den einmaligen Kosten kommen laufende Kosten für Domain, Hosting, Wartung und gegebenenfalls Lizenzen. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Sie Seitenzahl, Sprachen, Funktionen und Leistungen nach dem Start schriftlich festlegen.
Wer eine Firmenwebsite erstellen lassen will, bekommt auf die Frage nach dem Preis oft sehr unterschiedliche Antworten. Das liegt selten an Willkür, sondern daran, dass unter „Website“ ganz verschiedene Leistungen verstanden werden. Dieser Ratgeber zeigt, aus welchen Bausteinen sich die Kosten zusammensetzen, welche Kosten nach dem Start laufend anfallen und wie Sie Angebote vergleichbar machen. Euro-Beträge nennen wir bewusst nicht: Es gibt keine amtliche oder belastbare Preisstatistik für Firmenwebsites in Deutschland, und Pauschalzahlen aus Werbetexten helfen bei Ihrer Entscheidung wenig. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet es, eine Firmenwebsite erstellen zu lassen?
Die Kosten hängen vor allem vom Umfang, von der Herkunft der Texte und Bilder, von den Funktionen und von der Pflege nach dem Start ab. Eine kleine Visitenkarten-Website mit fertigen Texten kostet deutlich weniger als eine mehrsprachige Seite mit Formularen, Buchung oder Shop. Wer den Umfang vorher schriftlich festlegt, bekommt Angebote, die sich wirklich vergleichen lassen.
Für eine erste eigene Einordnung können Sie den Website-Kostenrechner nutzen. Er macht sichtbar, welche Bausteine bei Ihrem Vorhaben anfallen.
Aus welchen Bausteinen setzen sich die Kosten zusammen?
Die einmaligen Kosten entstehen in sechs Bereichen: Konzept, Design, Inhalte, technische Umsetzung, Funktionen und Rechtliches. Jeder Bereich kann klein oder groß ausfallen, und erst die Summe ergibt den Preis.
| Baustein | Was dazugehört | Was den Aufwand erhöht |
|---|---|---|
| Konzept | Ziele, Zielgruppe, Seitenstruktur, Suchbegriffe | viele Zielgruppen, viele Leistungen, unklare Struktur |
| Design | Layout, Farben, Schriften, Darstellung auf dem Smartphone | individuelles Design statt Vorlage, viele Seitentypen |
| Inhalte | Texte, Fotos, Grafiken, Videos | Texte werden neu geschrieben, eigenes Fotoshooting, mehrere Sprachen |
| Umsetzung | Aufbau der Seiten, Ladezeit, Barrierearmut, Grundlagen für Suchmaschinen | viele Unterseiten, Datenübernahme aus einer alten Seite |
| Funktionen | Kontaktformular, Terminbuchung, Downloads, Mitgliederbereich, Shop | Anbindung an andere Systeme, Zahlungsabwicklung |
| Rechtliches | Impressum, Datenschutzerklärung, Einwilligung für Cookies und Dienste | eingebundene Dienste von Drittanbietern, Verkauf an Verbraucher |
Inhalte sind oft der größte Posten
Viele Projekte unterschätzen die Texte. Eine Seite, die Fragen von Kunden beantwortet und bei Google gefunden werden soll, braucht eigene, sorgfältige Inhalte. Liefern Sie die Texte selbst, sinkt der Preis. Lassen Sie sie schreiben, steigt er, dafür sind sie meist besser auf Suchanfragen ausgerichtet. Google beschreibt in seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten, worauf es dabei ankommt.
Mehrsprachigkeit vervielfacht Teile des Aufwands
Jede weitere Sprache bedeutet eigene Texte, eigene Seitenadressen und eine saubere Kennzeichnung für Suchmaschinen. Google erklärt die technische Seite in der Anleitung zu lokalisierten Versionen. Design und Technik werden dagegen nur einmal gebaut.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Nach dem Start fallen jedes Jahr Kosten für Domain und Hosting an, dazu Wartung und gegebenenfalls Lizenzen. Diese laufenden Kosten sollten Sie vor der Entscheidung kennen, denn über mehrere Jahre können sie die einmaligen Kosten erreichen.
- Domain: jährliche Gebühr beim Anbieter, abhängig von der Endung.
- Hosting: Speicherplatz und Server, oft zusammen mit E-Mail-Postfächern im Paket.
- SSL-Zertifikat: für die verschlüsselte Verbindung (https). Es gibt kostenlose Zertifikate, zum Beispiel von Let's Encrypt, viele Hosting-Pakete enthalten ein Zertifikat.
- Wartung und Updates: bei einem CMS wie WordPress regelmäßige Aktualisierung von System, Theme und Plugins. WordPress selbst empfiehlt in seiner Anleitung zur Absicherung, immer die aktuelle Version zu nutzen und ungenutzte Plugins zu löschen.
- Lizenzen: kostenpflichtige Themes, Plugins, Schriften oder Bilddatenbanken, oft als Jahresabo.
- Inhaltspflege: neue Texte, Preise, Öffnungszeiten, Stellenanzeigen. Entweder intern oder als Dienstleistung.
- Sicherung: regelmäßige Backups, die sich auch tatsächlich zurückspielen lassen.
Welche Technik Sie wählen, beeinflusst die laufenden Kosten stark. Eine statische Website hat weniger bewegliche Teile und damit weniger Wartung, ein CMS ist dafür für Laien leichter zu bearbeiten. Den Vergleich finden Sie im Ratgeber WordPress oder statische Website.
Welche Pflichtkosten entstehen durch Recht und Datenschutz?
Jede geschäftsmäßige Website braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, und je nach Angebot gelten weitere Pflichten. Der Aufwand dafür ist kein Extra, sondern Teil einer fertigen Website, und sollte im Angebot geklärt sein.
- Impressum: Die Pflichtangaben stehen in § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG). Mehr dazu im Ratgeber Impressum-Pflichtangaben.
- Datenschutzerklärung: Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO, insbesondere wenn Formulare, Analyse-Werkzeuge oder eingebettete Dienste genutzt werden.
- Einwilligung für Cookies und ähnliche Techniken: Wer nicht unbedingt erforderliche Informationen auf dem Endgerät speichert oder ausliest, braucht nach § 25 TDDDG eine Einwilligung. Je weniger Fremddienste eine Seite lädt, desto einfacher wird das.
- Barrierefreiheit: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) betrifft unter anderem Websites, über die Verbraucherverträge angebahnt werden, etwa Onlineshops. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG ausgenommen; als Kleinstunternehmen gilt nach § 2 Nr. 17 BFSG, wer weniger als zehn Personen beschäftigt und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme hat.
Ob eine Pflicht in Ihrem Fall greift, prüfen Sie bitte mit einer Rechtsberatung.
Welche Faktoren treiben den Preis nach oben?
Den Preis erhöhen vor allem individuelle Funktionen, Anbindungen an andere Systeme, viele Sprachen und Inhalte, die erst noch erstellt werden müssen. Auch eine unklare Aufgabenstellung kostet Geld, weil sie Korrekturschleifen erzeugt.
- Anbindungen: Formulare, die Daten an ein Buchungs-, Kunden- oder Kanzleisystem übergeben, oder die Ausgabe als PDF.
- Shop und Zahlung: Produktverwaltung, Zahlungsanbieter, Versand, Rechtstexte für den Verkauf.
- Datenübernahme: viele Seiten oder Beiträge aus einer alten Website, die geprüft, übertragen und weitergeleitet werden müssen.
- Individuelles Design: eigene Seitentypen, Animationen, Illustrationen.
- Änderungswünsche nach Freigabe: jede Runde nach der Abnahme eines Entwurfs bedeutet zusätzliche Arbeit.
Umgekehrt sinkt der Aufwand, wenn Texte und Bilder fertig vorliegen, die Seitenstruktur feststeht und eine bewährte Vorlage genügt.
Was sollte in einem Angebot für eine Website stehen?
Ein gutes Angebot beschreibt die Leistung so genau, dass Sie es mit anderen vergleichen können. Fehlt eine Angabe, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben.
- Anzahl und Art der Seiten, Zahl der Sprachen.
- Wer Texte und Bilder liefert, und ob Bildrechte geklärt sind.
- Welche Funktionen enthalten sind, etwa Formulare, Buchung oder Downloads.
- Welche Technik verwendet wird und ob Sie die Inhalte selbst ändern können.
- Wie viele Korrekturrunden enthalten sind.
- Ob Grundlagen für Suchmaschinen enthalten sind: Seitentitel, Beschreibungen, Sitemap, Anmeldung in der Google Search Console.
- Wer Domain und Hosting bucht, auf wessen Namen sie laufen und wer die Zugangsdaten erhält.
- Was nach dem Start enthalten ist: Updates, Sicherungen, kleine Änderungen, Reaktionszeit bei Störungen.
Achten Sie besonders auf Punkt 7. Domain und Hosting sollten auf Ihr Unternehmen laufen, damit Sie bei einem Wechsel des Dienstleisters nicht von dessen Zugängen abhängen.
Lohnt sich eine Website, die man selbst mit einem Baukasten erstellt?
Ein Baukasten lohnt sich, wenn Sie eine einfache Seite brauchen und selbst Zeit für Texte und Gestaltung haben. Die Kosten verschieben sich dann von der Erstellung zu Ihrer eigenen Arbeitszeit und zu einem monatlichen Abo.
Prüfen Sie vorher, ob Sie Ihre Inhalte und die Domain später zu einem anderen Anbieter mitnehmen können, und ob der Baukasten die Funktionen bietet, die Sie in zwei oder drei Jahren brauchen. Auch bei einem Baukasten bleiben Impressum, Datenschutz und Einwilligungen Ihre Aufgabe.
Wie arbeitet SaracAI bei Website-Projekten?
SaracAI baut Websites sowohl mit WordPress als auch als statische Websites mit eigenem Python-Build. Dazu gehören dreisprachige Websites für ein Handelsunternehmen in Spanien und die Website einer Steuerkanzlei mit Onboarding-Formularen und PDF-Ausgabe.
Preise veröffentlicht SaracAI nicht pauschal, weil sich Projekte in den oben genannten Bausteinen zu stark unterscheiden. Für ein Angebot klären wir Umfang, Sprachen, Funktionen und die Pflege nach dem Start. Mehr dazu auf der Seite Website erstellen lassen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Website-Relaunch im Vergleich zu einer neuen Website?
Ein Relaunch enthält dieselben Bausteine wie ein Neubau, dazu kommen Aufgaben für den Umzug: bestehende Inhalte sichten, alte Adressen per 301-Weiterleitung auf neue Seiten führen und die Search Console nach dem Start beobachten. Wie stark das ins Gewicht fällt, hängt von der Zahl der bestehenden Seiten ab.
Wie viel kostet eine Website im Monat?
Monatlich fallen mindestens Domain und Hosting an. Je nach Technik kommen Wartung, Plugin- oder Theme-Lizenzen, ein Dienst für den E-Mail-Versand von Formularen und gegebenenfalls Inhaltspflege dazu. Eine statische Website braucht weniger technische Wartung als ein CMS, das regelmäßig aktualisiert werden muss.
Was kostet eine WordPress-Website?
WordPress selbst ist kostenlos. Kosten entstehen durch Einrichtung, Design, Inhalte, gegebenenfalls kostenpflichtige Themes oder Plugins und vor allem durch die laufenden Updates, die für die Sicherheit nötig sind. Diese Pflege sollte im Angebot ausdrücklich stehen.
Kann ich eine Website als Betriebsausgabe absetzen?
Kosten für eine Firmenwebsite sind in der Regel betrieblich veranlasst. Ob sie sofort als Betriebsausgabe abziehbar sind oder über mehrere Jahre abgeschrieben werden, hängt vom Einzelfall ab. Das klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung; dieser Artikel ist keine Steuerberatung.
Warum unterscheiden sich Angebote für eine Website so stark?
Meist beschreiben die Angebote nicht dieselbe Leistung. Unterschiede liegen bei Seitenzahl, Texterstellung, Bildmaterial, Sprachen, Funktionen wie Formularen oder Buchung, technischer Grundlage und bei dem, was nach dem Start enthalten ist. Eine schriftliche Leistungsbeschreibung macht Angebote vergleichbar.
Was kostet eine Website bei SaracAI?
SaracAI veröffentlicht keine Pauschalpreise. Sie erhalten ein Angebot nach einem Gespräch über Umfang, Sprachen, Funktionen und Pflege. Für eine erste Einordnung der Bausteine hilft der Website-Kostenrechner auf dieser Seite.