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Ratgeber

WordPress oder statische Website: Welche Technik passt für eine Firmenwebsite?

Stand: Veröffentlicht: Lesezeit: 5 Min.

Kurz erklärt

WordPress passt, wenn mehrere Personen regelmäßig selbst Inhalte im Browser ändern wollen oder Erweiterungen wie Formulare und Shops gebraucht werden. Eine statische Website passt, wenn Inhalte sich selten ändern und Ladezeit, Sicherheit und geringe Wartung im Vordergrund stehen. Beide Wege führen zu einer guten Firmenwebsite, wenn die Pflege nach dem Start geklärt ist.

Wer eine Firmenwebsite erstellen lassen will, steht früh vor der Frage nach der Technik. Am häufigsten fällt die Wahl zwischen WordPress, dem verbreiteten Content-Management-System, und einer statischen Website, die als fertige HTML-Dateien ausgeliefert wird. Beide Ansätze haben klare Stärken. Dieser Ratgeber vergleicht sie nach den Punkten, die für Unternehmen im Alltag zählen: Pflege, Sicherheit, Ladezeit, Funktionen und laufende Kosten. SaracAI baut beides und wählt je nach Projekt.

Welche Technik passt für eine Firmenwebsite?

Die passende Technik ergibt sich daraus, wer die Inhalte wie oft ändert und welche Funktionen gebraucht werden. Ändern mehrere Personen regelmäßig selbst Inhalte, ist WordPress meist bequemer. Ändern sich Inhalte selten und sind Sicherheit, Ladezeit und wenig Wartung wichtiger, ist eine statische Website oft die schlankere Lösung.

KriteriumWordPressStatische Website
Inhalte ändernim Browser, ohne Technikkenntnissein Textdateien oder über ein vorgeschaltetes CMS
Funktionensehr viele Erweiterungen (Plugins)wird gezielt programmiert oder angebunden
WartungSystem, Theme und Plugins regelmäßig aktualisierenkaum Server-Software zu pflegen
AngriffsflächeAnmeldebereich, Datenbank, Pluginskeine Datenbank und kein Login auf dem Webserver
Ladezeitabhängig von Theme, Plugins und Cachingfertige Dateien, meist sehr schnell
Anforderungen an das HostingPHP und Datenbankeinfacher Webspace genügt

Was ist eine statische Website?

Eine statische Website besteht aus fertigen HTML-, CSS- und Bilddateien, die der Webserver unverändert ausliefert. Die Seiten werden vorher einmal erzeugt, meist von einem sogenannten Static-Site-Generator oder einem eigenen Build-Skript, das Texte und Vorlagen zusammenfügt.

Bei jedem Seitenaufruf wird also nichts berechnet und keine Datenbank abgefragt. Das macht die Seite schnell und reduziert die Teile, die angegriffen werden können. „Statisch“ heißt dabei nicht, dass die Seite nichts kann: Kontaktformulare, Rechner, Karten oder Buchungs-Widgets lassen sich trotzdem einbinden. Sie werden nur gezielt ergänzt, statt über ein Plugin-System.

Was ist WordPress, und wann ist es die bessere Wahl?

WordPress ist ein Open-Source-Content-Management-System, das Inhalte in einer Datenbank speichert und Seiten bei jedem Aufruf mit PHP erzeugt. Es ist die bessere Wahl, wenn Sie Inhalte häufig selbst pflegen, viele Personen Zugriff brauchen oder Funktionen benötigen, für die es bewährte Erweiterungen gibt.

Typische Fälle für WordPress:

  • Ein Team veröffentlicht regelmäßig Beiträge, News oder Stellenanzeigen.
  • Mitarbeitende ohne Technikkenntnisse sollen Texte und Bilder selbst ändern.
  • Gebraucht werden Funktionen wie Shop, Mitgliederbereich oder umfangreiche Formulare.
  • Es gibt bereits eine WordPress-Seite, und die Inhalte sollen erhalten bleiben.

Für den Betrieb verlangt WordPress einen Server mit PHP und einer Datenbank. Die aktuellen Mindestanforderungen nennt das Projekt auf der Seite Requirements. SaracAI hat zum Beispiel die Website einer Steuerkanzlei mit WordPress neu gestaltet, einschließlich Onboarding-Formularen mit PDF-Ausgabe, weil dort Inhalte und Formulare im Browser gepflegt werden sollen.

Ist eine statische Website sicherer als WordPress?

Eine statische Website bietet weniger Angriffsfläche, weil auf dem Webserver keine Datenbank, kein Anmeldebereich und keine Plugins laufen. WordPress lässt sich ebenfalls gut absichern, braucht dafür aber regelmäßige Pflege.

Das WordPress-Projekt beschreibt die nötigen Maßnahmen in seiner Anleitung zur Absicherung:

  • WordPress immer auf dem aktuellen Stand halten, weil ältere Versionen keine Sicherheitsupdates mehr erhalten.
  • Plugins und Themes aktuell halten, ungenutzte löschen und nur aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen.
  • Lange, einzigartige Passwörter und eine Zwei-Faktor-Anmeldung verwenden.
  • Dateirechte so eng wie möglich setzen.
  • Regelmäßig Sicherungen anlegen, einschließlich der Datenbank, und die Wiederherstellung testen.

Bleibt die Pflege aus, wird eine veraltete Installation angreifbar, und eine kompromittierte Seite muss aufwendig bereinigt und neu abgesichert werden. Das ist kein Argument gegen WordPress an sich, sondern gegen eine Website ohne Wartungsplan.

Welche Variante lädt schneller?

Statische Websites laden in der Regel schneller, weil der Server fertige Dateien ausliefert und nichts berechnen muss. WordPress kann ebenfalls schnell sein, wenn Theme, Plugins und Caching sorgfältig gewählt sind.

Die Ladezeit wirkt sich auf die Nutzererfahrung aus, und Google berücksichtigt die Core Web Vitals als Teil der Seitenerfahrung. Messen können Sie beides kostenlos mit PageSpeed Insights. Wichtiger als die Wahl des Systems sind dabei schlanke Seiten: wenige externe Skripte, passend verkleinerte Bilder und keine überflüssigen Erweiterungen.

Wie werden statische Websites gebaut und gepflegt?

Statische Websites entstehen aus Inhaltsdateien und Vorlagen, die ein Build-Programm zu fertigen Seiten zusammensetzt und anschließend auf den Webspace lädt. Änderungen werden in den Inhaltsdateien gemacht, danach wird neu gebaut und hochgeladen.

SaracAI baut statische Websites mit einem eigenen Python-Build. Die Texte liegen getrennt nach Sprachen in Inhaltsdateien, der Build erzeugt daraus die Seiten, ein Prüfskript kontrolliert SEO- und Qualitätsmerkmale wie Seitentitel, Beschreibungen und Links, und ein Deploy-Skript lädt das Ergebnis per SFTP hoch. Auf diese Weise sind unter anderem dreisprachige Websites (Englisch, Spanisch, Deutsch) für ein Handelsunternehmen in Spanien entstanden.

Der Ablauf hat für Sie als Unternehmen zwei Seiten:

  • Vorteil: Jede Änderung durchläuft dieselbe Prüfung, bevor sie online geht. Fehlerhafte Links oder fehlende Beschreibungen fallen vorher auf.
  • Nachteil: Sie ändern Inhalte nicht spontan im Browser. Entweder Sie bearbeiten Textdateien, nutzen eine vorgeschaltete Eingabemaske oder geben Änderungen an den Dienstleister weiter.

Was kostet WordPress im Vergleich zu einer statischen Website?

Die Erstellung kostet bei beiden Varianten ähnlich viel, denn Konzept, Design und Inhalte machen den Großteil aus. Unterschiede zeigen sich bei den laufenden Kosten: WordPress braucht regelmäßige Updates und oft kostenpflichtige Plugin- oder Theme-Lizenzen, eine statische Website kommt mit weniger Wartung und einfachem Webspace aus.

  • WordPress: Software kostenlos, laufend Aufwand für Updates, Sicherungen und gegebenenfalls Lizenzen. Dafür geringer Aufwand, wenn Sie Inhalte selbst pflegen.
  • Statische Website: wenig technische Wartung, einfaches Hosting. Dafür Aufwand, wenn Inhalte häufig geändert werden und Sie das nicht selbst übernehmen.

Eine ausführliche Aufstellung der Kostenbestandteile finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Website?, eine Einordnung für Ihr Vorhaben liefert der Website-Kostenrechner.

Woran erkennen Sie, welche Variante zu Ihnen passt?

Beantworten Sie drei Fragen: Wie oft ändern sich die Inhalte, wer ändert sie, und welche Funktionen brauchen Sie in den nächsten Jahren? Daraus ergibt sich die Richtung meist von selbst.

Ihre SituationEher passend
Inhalte ändern sich selten, Fokus auf Leistungen und Kontaktstatische Website
Mehrere Personen pflegen regelmäßig BeiträgeWordPress
Mehrsprachige Seite mit fester Strukturstatische Website
Shop oder MitgliederbereichWordPress oder spezialisiertes System
Bestehende WordPress-Seite mit vielen InhaltenWordPress, gut gewartet
Niemand kümmert sich nach dem Start um Updatesstatische Website

Wechseln Sie die Technik bei einem bestehenden Auftritt, behandeln Sie den Wechsel wie einen Relaunch und richten Sie für alle alten Adressen Weiterleitungen ein. Die Schritte dafür stehen in der Relaunch-Checkliste.

Häufige Fragen

Ist eine statische Website schlechter für Google?

Nein. Google bewertet Inhalte und technische Zugänglichkeit, nicht das System, mit dem eine Seite erzeugt wurde. Statische Seiten liefern fertiges HTML aus, das Suchmaschinen und KI-Crawler direkt lesen können.

Kann ich bei einer statischen Website Inhalte selbst ändern?

Ja, aber anders als bei WordPress. Die Inhalte liegen meist in Textdateien, aus denen der Build die Seiten erzeugt. Wer kein Interesse an Dateien hat, kann ein sogenanntes Headless-CMS mit Eingabemaske nutzen oder Änderungen an den Dienstleister geben.

Ist WordPress unsicher?

WordPress ist nicht grundsätzlich unsicher, aber es braucht Pflege. Das WordPress-Projekt empfiehlt, System, Themes und Plugins immer aktuell zu halten, ungenutzte Plugins zu löschen, starke Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung zu nutzen und regelmäßig Sicherungen anzulegen.

Kann ich später von WordPress auf eine statische Website wechseln?

Ja. Inhalte lassen sich exportieren und in einen statischen Build übernehmen. Wichtig ist, dass alte Adressen per 301-Weiterleitung auf die neuen zeigen, wie bei jedem Relaunch.

Braucht eine statische Website ein Kontaktformular-Plugin?

Nein, ein Plugin im WordPress-Sinn gibt es nicht. Formulare senden ihre Daten an ein kleines Programm auf dem Server oder an einen Formulardienst. Wird ein externer Dienst genutzt, muss er in der Datenschutzerklärung genannt werden.

Was ist günstiger, WordPress oder eine statische Website?

Das hängt vom Projekt ab. WordPress spart Aufwand, wenn viele Inhalte von Ihnen selbst gepflegt werden. Eine statische Website spart laufende Wartung, weil kein System und keine Plugins aktualisiert werden müssen. Vergleichen Sie die Kosten über mehrere Jahre, nicht nur den Startpreis.

Baut SaracAI mit WordPress?

Ja, wenn es passt, z. B. eine Kanzlei-Website mit WordPress. Andere Seiten werden als schnelle statische Websites mit eigenem Build erzeugt.