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Mehrsprachige Website erstellen lassen
Kurz erklärt
Eine mehrsprachige Website braucht für jede Sprache eigene Adressen und vollständig übersetzte Inhalte. Über hreflang-Angaben erfährt Google, welche Seiten Übersetzungen voneinander sind, und zeigt jedem Nutzer die passende Version. Übersetzte Seiten gelten dabei nicht als doppelter Inhalt.
Wer Kunden in mehreren Ländern anspricht, braucht mehr als einen Übersetzungsknopf. Damit Google jede Sprachversion findet und dem richtigen Publikum zeigt, müssen Adressen, Verweise zwischen den Sprachen und Inhalte zusammenpassen. Diese Seite erklärt den Aufbau und zeigt, wie SaracAI dreisprachige Websites umgesetzt hat.
Wie baut man eine Website in mehreren Sprachen, ohne dass Google sie als doppelt wertet?
Jede Sprache bekommt eigene Adressen mit vollständig übersetztem Inhalt, und jede Seite verweist per hreflang auf sich selbst und auf alle Übersetzungen. Dann erkennt Google die Seiten als zusammengehörige Sprachversionen und nicht als Duplikate.
Google beschreibt das Verfahren in der Dokumentation zu lokalisierten Versionen einer Seite. Die wichtigsten Regeln daraus:
- Jede Sprachversion nennt sich selbst und alle anderen Versionen.
- Die Verweise müssen in beide Richtungen bestehen, sonst ignoriert Google sie.
- Adressen werden vollständig angegeben, also mit https und Domain.
- Ein Eintrag
x-defaultlegt fest, welche Version Nutzer sehen, deren Sprache nicht abgedeckt ist. - Sprachcodes folgen ISO 639-1, optional mit Region nach ISO 3166-1, zum Beispiel
deoderde-AT.
Welche URL-Struktur ist für mehrsprachige Websites am besten?
Für die meisten Firmen ist eine Domain mit einem Unterverzeichnis je Sprache die einfachste Lösung, etwa /de/ und /es/. Sie ist leicht einzurichten und zu pflegen. Sprachwahl über URL-Parameter wie ?lang=de empfiehlt Google nicht.
Google stellt die Varianten in der Anleitung zu mehrsprachigen und länderspezifischen Websites gegenüber:
| Struktur | Beispiel | Einschätzung |
|---|---|---|
| Länderdomain | beispiel.de, beispiel.es | klares Länder-Signal, aber mehrere Domains zu pflegen |
| Subdomain | de.beispiel.com | einfach einzurichten, für Nutzer weniger eindeutig |
| Unterverzeichnis | beispiel.com/de/ | einfach, wartungsarm, eine Domain |
| URL-Parameter | beispiel.com?lang=de | nicht empfohlen |
Wichtig ist außerdem, dass jede Seite nur eine Sprache enthält. Google bestimmt die Sprache anhand des sichtbaren Inhalts; gemischte Seiten mit Text in zwei Sprachen machen die Zuordnung unsicher.
Wo werden hreflang-Angaben eingetragen?
hreflang-Angaben können im HTML-Kopf jeder Seite, im HTTP-Header oder in der XML-Sitemap stehen. Eine der drei Methoden reicht, mehrere gleichzeitig bringen laut Google keinen Vorteil.
### Im HTML-Kopf Jede Sprachversion bekommt im Kopf ein link-Element mit rel=alternate, dem Sprachcode und der vollständigen Adresse. Für eine Startseite in drei Sprachen stehen auf jeder der drei Seiten dieselben vier Einträge:
| hreflang-Wert | Adresse |
|---|---|
en | https://www.beispiel.com/ |
es | https://www.beispiel.com/es/ |
de | https://www.beispiel.com/de/ |
x-default | https://www.beispiel.com/ |
### In der Sitemap Bei vielen Seiten ist die Sitemap übersichtlicher, weil alle Sprachpaare an einer Stelle stehen. Für PDF-Dateien, die keinen HTML-Kopf haben, bleibt nur der HTTP-Header.
### Die häufigsten Fehler Google nennt fehlende Rückverweise und falsche Sprach- oder Regionscodes als häufigste Fehler. Typisch sind außerdem en-UK statt en-GB und Verweise auf Seiten, die weiterleiten oder gar nicht existieren. Solche Fehler fallen ohne Prüfung meist erst auf, wenn eine Sprachversion in der Suche fehlt.
Wie setzt SaracAI mehrsprachige Websites um?
SaracAI erzeugt mehrsprachige Websites mit einem eigenen Build: Die Texte liegen je Sprache in einer eigenen Datei, das Programm baut daraus alle Seiten samt hreflang-Angaben, Sitemap und strukturierten Daten. Ein Prüfskript kontrolliert vor jedem Upload, ob alle Sprachverweise vollständig und gegenseitig sind.
So wurden für ein Lebensmittel- und Handelsunternehmen in Spanien drei Websites aufgebaut, eine Dachmarke und zwei Produktmarken, jeweils auf Englisch, Spanisch und Deutsch. Umgesetzt ist dort:
- Eigene Adressen je Sprache: Englisch als Hauptsprache, Spanisch und Deutsch in eigenen Unterverzeichnissen, mit übersetzten Seitennamen.
- hreflang im Kopf und in der Sitemap: jede Seite mit allen drei Sprachen und
x-default. - Sprachumschalter mit echten Links: Besucher wählen selbst, es gibt keine automatische Umleitung nach Browsersprache.
- Nur vollständige Sprachsätze: Ein Wissensartikel erscheint erst, wenn er in allen drei Sprachen vorliegt. So zeigt kein Sprachverweis ins Leere.
- Rechtstexte je Sprache: Impressum und Datenschutzerklärung liegen in allen drei Sprachen vor.
- Prüfung vor dem Upload: Titel, Beschreibungen, Überschriften, interne Links, Bildbeschreibungen, strukturierte Daten und Sprachverweise werden automatisch geprüft. Hochgeladen wird erst bei null Fehlern.
Nach dem Livegang werden neue Adressen per IndexNow an Bing gemeldet; wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber IndexNow und Bing Webmaster Tools.
Wie werden die Inhalte übersetzt?
Am besten schreibt jemand, der die Sprache und den Markt kennt, oder er prüft zumindest eine Übersetzung gründlich. Maschinelle Übersetzung eignet sich als Entwurf. Fachbegriffe, Pflichtangaben und Werbeaussagen sollten in jeder Sprache geprüft werden.
Bei Produkten mit rechtlichen Vorgaben, etwa Kosmetik oder Lebensmittel, gelten die Regeln für Werbeaussagen in jeder Sprache gleichermaßen. Eine Aussage, die auf Deutsch geprüft wurde, darf auf Spanisch nicht stärker klingen. Deshalb gehört zu jeder Sprachversion ein Abgleich mit der Ausgangsfassung, nicht nur eine Rechtschreibprüfung.
Auch die Suchbegriffe unterscheiden sich je Land. Ein Wort, das in Deutschland gesucht wird, hat im Spanischen oft kein wörtliches Gegenstück, nach dem jemand sucht. Seitentitel und Beschreibungen werden deshalb je Sprache an die tatsächlichen Suchanfragen angepasst. Wie man passende Suchbegriffe findet, beschreibt die Leistung SEO-Optimierung.
Lohnt sich eine statische Website für mehrere Sprachen?
Ja, gerade bei mehreren Sprachen. Ein Build erzeugt alle Sprachversionen aus denselben Vorlagen, dadurch bleiben Aufbau, Verweise und Sitemap automatisch gleich. Bei WordPress übernehmen das Übersetzungs-Plugins, die zusätzlich gepflegt werden müssen.
Ein Vorteil des Builds ist, dass eine fehlende Übersetzung als Fehler auffällt, bevor die Seite online geht. Bei Systemen, in denen jede Sprachversion einzeln angelegt wird, fallen Lücken oft erst auf, wenn ein Besucher auf eine leere oder falsche Seite kommt.
Sie planen eine Website für mehrere Länder oder möchten eine bestehende Seite um Sprachen erweitern? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Einen Überblick über alle Website-Leistungen finden Sie unter Website erstellen lassen.
Häufige Fragen
Werden übersetzte Seiten von Google als doppelter Inhalt gewertet?
Nein, solange der Hauptinhalt wirklich übersetzt ist. Laut Google gelten Sprachversionen nur dann als Duplikate, wenn der Hauptinhalt nicht übersetzt wurde, etwa wenn nur Menü und Fußzeile in einer anderen Sprache stehen.
Sollen Besucher automatisch auf ihre Sprache umgeleitet werden?
Besser nicht. Google rät von automatischen Weiterleitungen nach vermuteter Sprache ab, weil dann Nutzer und Suchmaschinen nicht alle Versionen erreichen. Empfohlen ist ein sichtbarer Sprachumschalter mit normalen Links.
Welche Sprachen sind möglich?
Technisch jede Sprache, die mit einem gültigen Sprachcode nach ISO 639-1 angegeben werden kann. Umgesetzt hat SaracAI bisher Websites auf Englisch, Spanisch und Deutsch.
Reicht eine maschinelle Übersetzung?
Als Entwurf ja, als Endfassung selten. Fachbegriffe, rechtliche Pflichtangaben und Werbeaussagen sollten von jemandem geprüft werden, der die Sprache und den Markt kennt, denn Fehler kosten dort Vertrauen und können rechtliche Folgen haben.
Brauche ich für jede Sprache eine eigene Domain?
Nein. Eine Domain mit Unterverzeichnissen je Sprache, etwa /de/ und /es/, ist einfach zu pflegen und bündelt die Signale auf einer Domain. Länderdomains lohnen sich vor allem, wenn ein Land gezielt angesprochen werden soll.
Kann SaracAI mehrsprachige Websites erstellen?
Ja, belegt mit Websites in Englisch, Spanisch und Deutsch.